EthikForum 2009 | EthikForum 2007Wirtschaftsethik-Forum Nürnberg:
Engagierte Diskussionen zum Thema "Unternehmensethik in der Krise"
WirtschaftsEthikForum 2010:
In guten Zeiten ist Führung nicht schwer. Aber was, wenn im Unternehmen umstrukturiert und neu ausgerichtet werden muss? Was ist zu tun, wenn die See stürmisch, das Ziel unklar und auch Ihr Team verunsichert ist? Dies war die zentrale Frage des WirtschaftsEthikForums 2010, um die sich die Vorträge, Gespräche und das DialogCafé drehte.
Die wichtigsten Erkenntnisse und Informationen aus den Workshops des Forums 2009 haben wir für Sie zum Download zusammengestellt.
Impulsvortrag: Führung in bewegten Zeiten - Einsichten und Erfahrungen aus Veränderungsprozessen
Klaus Doppler, Organisations- und Managementberater, München.
Klaus Doppler hielt seinen Vortrag frei. Er hat uns zwei seiner aktuellen Artikel zum Thema des Vortrags als PDF zur Verfügung gestellt:Führen in Zeiten der Veränderung ; Über Helden und Weise.
Workshops:
"Durch die Krise zur Entscheidung: Gelebte Werte und Sinnstiftung als Kern der Führungsverantwortung in bewegten Zeiten - Ein Erfahrungsbericht"
Dr. Georg S. Sutter, vormals Chief HR Officer Primondo
"Führung, ökonomische Zwänge, soziale Verantwortung - bleibt Unternehmen im Mittelstand da noch Raum für Ethik?"
Wolfgang Bastert, Geschäftsführer, Barthelmess Display & Decoration GmbH
"Lieber Geld verlieren als Vertrauen - Innere Führung besonders in Krisenzeiten"
Klaus Mulch, Vice President Corporate HR Senior Excutives, Robert Bosch GmbH
"Unter Druck und mit komplexen Herausforderungen: Erfahrungen mit Mitarbeiterführung aus dem Großanlagenbau"
Dr. Georg Wiehn, General Project Manager, Siemens Energy Erlangen
DialogCafé: Ein Höhepunkt für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer war das DialogCafé. In Kleingruppen und angeregt von einigen Impulsfragen tauschten sich die Führungskräfte aus verschiedenen Unternehmen und Organisationen zu eigenen Erfahrungen mit guter Führung in bewegten Zeiten aus. Dabei entstanden auf Pinwänden einige Notizen dazu, welche ethischen Haltungen und Zugänge dazu notwendig sind. Die wesentlichen Stichworte von den Pinwänden finden sich in diesem PDF-Dokument.
Abgerundet wurde das Forum durch einen offenen und persönlichen Dialog zwischen Sebastian Schwanhäußer, Geschäftsführender Gesellschafter der Schwanhäußer Holding, und Marc Minor. Institut für systemische Führungskultur. Welche Haltung und welche Methoden helfen, offene Kommunikation im Führungskreis einzuüben und auch in schwierigen Situationen zu ermöglichen?
Herzlichen Dank der DATEV eG für die großzügige Gastfreundschaft und den wunderbaren Rahmen!

Große Resonanz beim diesjährigen Ethik-Forum in Nürnberg: 60 Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft trafen sich zur Diskussion über das Verhältnis zwischen Unternehmensethik und Anreizsysteme.
Die zentrale Frage lautete:
Wie können Vergütungssysteme, Karriereprogramme, Eigentumsformen oder Kernprozesse eines Unternehmens gestaltet sein, damit sie helfen, Gewinne zu erwirtschaften und gleichzeitig die Dimensionen einer krisenfesten, nachhaltigen und ethischen Kultur unterstützen?
Die wichtigsten Erkenntnisse und Informationen aus den Workshops des Forums 2009 haben wir für Sie zum Download zusammengestellt.
Impulsvortrag:
Prof. Dr. Albert Löhr, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik e. V.
"Wirksame Unternehmensethik in schwierigen Zeiten"
DATEV eG – Jörg Rabe v. Pappenheim, Mitglied des Vorstandes und Arbeitsdirektor
„Risikoexzesse! Ändert sich etwas?“ Anforderungen nachhaltiger Unternehmensführung. Welche Botschaften gehen von Bonussystemen aus? Können wir neue Schwerpunkte setzen?
Die Familienunternehmer, ASU – Eberhard von Rundstedt, Geschäftsführer, v. Rundstedt & Partner GmbH
"Motivation von Führungskräften nur durch Geld?" – Erfahrungen aus Sicht von Familienunternehmen.
N-ERGIE Aktiengesellschaft – Dr. Arnt Meyer, Geschäftsführer der N-ERGIE Netz GmbH
„Kostendruck, Preisdruck – und Lösungen auf Knopfdruck! Wo bleiben da die Menschen?“ Ethische Auswirkungen der Regulierung der Energieversorgung auf Kunden und Mitarbeiter.
Novartis Pharma GmbH –Martin Eschbach, Leiter Rechtsabteilung und Compliance Officer
„Compliance und Korruptionsbekämpfung in der pharmazeutischen Industrie“ Programme und Praxis der Novartis Pharma GmbH.
Rödl & Partner GmbH –Christian Hellbardt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Partner
„Finanzierungsformen und Unternehmensstrategien in der Krise“
Dokumentation des EthikForums 2007:
Zeitbombe Demografie! Ethische und strategische Herausforderungen für Unternehmen
Nürnberg, 3. April 2007. Entscheidet in erster Linie die Wertschöpfung des Unternehmens oder die Wertschätzung des Mitarbeiters über den Unternehmenserfolg, wenn es um den Rückgang von Arbeitskräften als Folge der demografischen Entwicklung geht? Dieser Fragestellung gingen rund 50 Unternehmen aus der Region am Freitag, 30. März 2007, auf dem Ethikforum „Zeitbombe Demografie“ in Erlangen nach. Eingeladen hatten die Personalberatung von Rundstedt HR Partners, das Institut persönlichkeit+ethik sowie das Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg in die Veranstaltungsräume der defacto.gruppe in Erlangen-Eltersdorf.
„Wertschöpfung und Wertschätzung sind zwei Seiten einer Medaille. Erst wenn man die Medaille dreht, erkennt man, dass beides ineinander geht.“ Mit diesem vom Institut p+e in die Diskussion eingeführten Bild fasste Christian Summa, Leiter der Niederlassung der von Rundstedt HR Partners in Nürnberg, das Ergebnis der Veranstaltung zusammen, zu der sich rund 100 Experten aus den Bereichen Geschäftsführung, Personalwesen und Management aus den Unternehmen und Institutionen trafen. Es zeige sich, dass Unternehmen, die die ethische Wertschätzung ihrer Mitarbeiter ernst nähmen und gleichzeitig betriebswirtschaftlich handelten, die besten Voraussetzungen hätten für die Herausforderung des Bevölkerungswandels der nächsten Jahrzehnte, betonte Dr. Andreas Grabenstein, Geschäftsführer des Instituts persönlichkeit+ethik in Nürnberg.
Zuvor hatte Dr. Urich Walwei, stv. Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, in einem eindrucksvollen Vortrag die demografische Entwicklung anhand von wichtigen Fakten als die entscheidende Herausforderung für die Wirtschaft und die Gesellschaft dargestellt. So steige der Arbeitskräftebedarf bis zum Jahr 2020 kontinuierlich an, gleichzeitig nehme das Arbeitskräfteangebot auch unter der Berücksichtigung einer Zuwanderung ab. Die Anzahl der älteren Mitarbeiter nehme zu, nicht aber die Anzahl der qualifizierten Mitarbeiter. Der Wettbewerb um gut qualifizierte Arbeitskräfte werde immer härter, besonders für Unternehmen, die nicht darauf vorbereitet seien. Über Geld alleine ließe sich kein gutes Fachpersonal gewinnen. Vielmehr müssten Betriebe umdenken, weg vom Jugendwahn hin zu familienfreundlichen Arbeitsplätzen mit Teilzeitmöglichkeiten und verbesserten Beschäftigungsmodellen für Ältere. Es komme darauf an, dass die Qualifikationsvoraussetzungen zu dem jeweiligen Qualifikationsbedarf passten. Die Ausbildungszeiten müssten verkürzt werden und stattdessen ein lebenslanges Lernen ermöglicht werden. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen hätten eine gute Chance, sich durch innovative Personalkonzepte von anderen erfolgreich abzugrenzen.
Während des gesamten Veranstaltungstages hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, verschiedene Einzelvorträge zu besuchen, in denen Unternehmen ihre Personalkonzepte vorstellten.
In seinem Vortrag „50+ Potenziale erkennen Motivation erhalten, Gesundheit fördern“ appellierte der Mediziner Prof. Dr. Georg Schürgers an die Personalchefs, einen Bewusstseinswandel zu vollziehen und nicht länger nur immer nach jungen Arbeitskräften Ausschau zu halten. Vielmehr sollten sie sich die Frage stellen: Wie sieht meine Personalalterstruktur heute und wie sieht sie in 10 Jahren aus? Was kann ich tun, um das Erfahrungswissen der älteren Mitarbeiter zu nutzen?
Gerald Schreiber, geschäftsführender Gesellschafter der defacto.gruppe aus Erlangen, unterstrich, dass die große Chance von mittelständischen Familienunternehmen darin bestünde, sich durch ein klares Bekenntnis zur Unternehmensethik positiv von großen Konzernen abzusetzen und seine Personalstrategie nicht an kurzfristigen Quartalserfolgen auszurichten, sondern langfristig denken und planen zu können. „Unser Markenwert ist Ehrlichkeit.“ Hierzu gehören für sein Unternehmen eine bereits mehrjährig durchgeführte Mitarbeiterbefragung und eine Unternehmenskulturanalyse. Schließlich habe man eine eigene Akademie gegründet, weil man in die Qualifizierung der Mitarbeiter investieren will. „Wir sind davon überzeugt, mit einer Premiumleistung und besseren Mitarbeitern auch den besten Preis beim Kunden zu erzielen“, sagt Schreiber, der Gründer des Unternehmens, das in diesem Jahr „volljährig“ wird und zu dem rund 830 Mitarbeiter zählen.
Arno Heid, stv. Geschäftsbereichsleiter Corporate Services der Schwanhäußer Industrie Holding aus Heroldsberg, stellte die Personalveränderungen im Zusammenhang mit einer Teilverlagerung der Produktion nach Tschechien dar. „Der Lackmustest für die Unternehmenskultur sind schwierige Zeiten“ sagte Heid. Das Unternehmen habe besonderen Wert darauf gelegt, mit den von der Verlagerung betroffenen Mitarbeiter fair umzugehen.
Am Beispiel des Unterhaltungselektronikherstellers Loewe in Kronach zeigte der Personalleiter Werner Kotschenreuther die wichtigsten Maßnahmen für ein zukunftsorientiertes Personalmanagement auf. Hierzu gehören die Mitarbeiterbindung, ein Kompetenzmanagement, die strategische Personalentwicklung und –beschaffung sowie die Gestaltung alternsgerechter Arbeitsplätze. Auch gehe es darum, die Mitarbeiterführung auf kommende Veränderungen auszurichten, die Mitarbeiter auf lebenslanges Lernen einzustellen und das Gesundheitsbewusstsein zu fördern.
Im Folgenden stellen wir Ihnen gerne die Präsentationen zu den Vorträgen zum Download zur Verfügung:
Dr. Urich Walwei, stv. Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit
: Demografie und Arbeitsmarkt - Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft
Dr. Jochen A. Keilich, Rechtsanwalt LL.M bei der BEITEN BURKHARDT Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
: "Alt und motiviert? Kein Widerspruch! Leistungsanreize für ältere Arbeitnehmer durch variable Vergütungsmodelle"
Prof. Dr. Georg Schürgers, Burn® Mental Health Management, Hamburg und Hella Hagena, Produktmanagerin Internationales Coaching bei von Rundstedt HR Partners : "50+: Potenziale erkennen, Motivation erhalten, Gesundheit fördern"
Helmut Hamer, Leiter Facility Management und Sicherheit, Datev eG
: "Förderkreise im Unternehmen. Synergien zwischen Person und organisation und zwischen Jung und Alt"
Erwin Schwab, Leiter Personal und Soziales bei der Dr. Pfleger GmbH, Bamberg:
"Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter: Das Unternehmen als Marke auf dem Arbeitsmarkt positionieren"
Dr. Ralf Frisch und Dr. Thomas Zeilinger, Trainer beim Institut persönlichkeit+ethik
: "Gut arbeiten in unterschiedlichen Lebensphasen. Ein Selbsttest mit Konsequenzen für Unternehmen und Gesellschaft"
Werner Kotschenreuther, Leiter Personal der LOEWE AG
: "Strategische Personalentwicklung als Unternehmens- und Mitarbeiteraufgabe: Die gemeinsame Verantwortung für lebenslange Kompetenzbildung und Mitarbeiterfitness"
Jürgen Schrade, Leiter Personal der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE
: "Familienbewusste Personalpolitik – Luxus oder Wettbewerbsfaktor der Zukunft?"
Daniela Gunreben, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht bei der Rödl Rechtsanwaltsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft mbH
: "Personalbindung und Planung durch bedarfsorientierte Arbeitszeitmodelle. Flexibilisierung der Arbeitszeit - Langzeit- und Lebensarbeitszeitkonten"
Arno Heid, stv. Geschäftsbereichsleiter Corporate Services bei der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG
: "Damit wir morgen nicht alt aussehen. Demografische Analyse der Belegschaft und erste Konsequenzen",
2.Teil
Bettina Maassen, Produkt Managerin Management Diagnostik, Dr. Anne-Rose Haarmann, Beraterin bei von Rundstedt HR Partners : "Erfahrung ist Zukunft: Wissenstransfer in Wechselsituationen mit älteren Mitarbeitern"